KWS LOCHOW GMBH · PF 1197 · 29296 Bergen · Tel. 05051 477-0 · Fax 05051 477-165, Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

Maßnahmen zur Minimierung von Mutterkorn im Roggenanbau

1. Hygienemaßnahmen

  • Verwendung von Z-Saatgut. Hochwertiges Saatgut erleichtert die Bestandesführung für eine einheitliche Blühdauer mit hohem Pollenangebot.
  • Bei Roggenvorfrucht sind eine saubere Pflugfurche und ein gut abgesetztes Saatbett wichtig. Sollte Mutterkorn-Befall aufgetreten sein, liegt die Dauerform des Pilzes, das Sklerotium, im Boden vor und würde mit der nächsten Vegetionsperiode auskeimen. Bei einer Einarbeitung in den Boden unterhalb von 4 cm können die Fruchtkörper (Perithezien) nicht die Oberfläche erreichen, so dass von dort her kein neuer Infektionsdruck entsteht.

2. Pollenangebot erhöhen

  • Auswahl von Sorten mit höherem Pollenbildungsvermögen wie unsere pollenstarken PollenPlus®-Hybriden. Sie erreicht das Pollenbildungsniveau der Populationssorten.

3. Zwiewuchs vermeiden

  • Zu geringe Aussaatstärken vermeiden - dünne, ungleich abblühende Bestände sind stärker gefährdet als dicht stehende, gleichmäßig abblühende Bestände mit einem hohen Pollenangebot zur Blüte.
  • Ausgewogene N-Düngung und vorsichtiger Einsatz von Wachstumsreglern auf leichten Böden und bei Trockenstress.
  • Fahrgassen breit genug anlegen und Vorgewende nicht unnötig befahren, da Mutterkorn vermehrt auf Nachschossern mit geringem Pollenangebot zur Blüte zu finden ist.

Rechtshinweis

Alle Darstellungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die dargestellten Daten und Grafiken geben Erkenntnisse wieder, die im Rahmen von Landessortenversuchen, Wertprüfungsversuchen und Eigenversuchen gewonnen wurden. Trotz größter Sorgfalt können wir aus diesem Grunde insbesondere nicht garantieren, dass diese Ergebnisse unter allen Bedingungen wiederholbar sind; sie können daher nur Entscheidungshilfen für Sie darstellen.

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