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PollenPlus®-Technologie:

Was ist das? 

 

 

"Bildhauerei ist ganz einfach.
Man nimmt alles Überflüssige weg
und lässt den Rest stehen."

(Michelangelo)

 

 

 


Ersten Versuchsreihen mit Kandidaten, die eine verbesserte Pollenbildung aufwiesen, zeigten, dass wir zwar auf der richtigen Spur aber noch nicht am Ziel waren.
Es stellte sich nämlich heraus, dass immer dann, wenn das Pollenbildungsgen präsent war, auch der Kornertrag in sehr unerfreulicher Weise nach unten abrutschte. Uns wurde klar, dass wir uns mit dem Pollenbildungsgen offensichtlich auch andere in dessen Nachbarschaft liegende Exotengene eingefangen hatten, die es unbedingt loszuwerden galt.

Bildlich gesprochen erarbeiteten wir eine Lösung, indem Züchter und Biotechnologielabor miteinander Ping Pong spielen. Konkret heißt das, wir entwickeln Kandidaten, die das Pollenbildungsgen enthalten, in dessen Nachbarschaft aber möglicherweise noch ein kleiner gewordenes Stück des negativ wirkenden Exotengenoms vorhanden sein kann. Unser  Biotechnologe kann dann anhand von DNA-Markern sagen, ob und auch wo das Exotengenom erfolgreich durch das Genom von Elitezuchtmaterial ersetzt werden konnt


Hat man so die ersten „Rohlinge" mit dem Pollenbildungsgen identifiziert, müssen diese in der Feldprüfung auf alle wichtigen Eigenschaften abgetestet werden. Brauchbare Kandidaten werden gekreuzt und ihre Nachkommen an den Biotechnologen „zurückgespielt“, damit dieser das Genom wieder auf noch verbliebene unerwünschte Gene abscannen kann. Und damit beginnt der „Ballwechsel“ wieder von vorn...

Man weiß von vorn herein nicht, ob es gelingt, die sehr selten auftretenden Kombinationstypen zu entwickeln, die einerseits das Pollenbildungsgen und andererseits auch möglichst viel „Blut“ unserer Leistungslinien besitzen. Der ganze Prozess ist also für alle Beteiligten spannend wie ein Krimi!
Aber die Erfolgschancen verbessern sich, wenn man mit gutem Handwerkszeug an die Aufgabe herangeht. Der Biotechnologe braucht z. B. möglichst viele DNA-Marker um das Zielgen herum, damit er zuverlässige Diagnosen stellen kann. Einige dieser Marker waren im vorliegenden Falle bei uns im Hause erst speziell zu entwickeln. Analog waren bei den Feldprüfungen spezielle Versuchs- und Material-Designs zu kreieren, anhand derer man trennscharfe Messresultate zu den Kandidaten bekommt. Weiterhin sind ein wenig Mathematik und Management erforderlich, um Chancen, Kandidatenanzahlen und Markeranalysen in ein gutes Verhältnis zu bringen.

Und auch wenn all das gegeben ist, braucht man immer noch ein Quentchen Glück, damit man zum Schluss Genotypen findet, die das Markenzeichen PollenPlus® auch wirklich verdienen.



PollenPlus®-Technologie:
Verdrängung der nachteiligen exotischen Gene unter Beibehaltung des Pollenbildungsgens

 


Moderne Pflanzenzüchtung: Analyse der Elitelinien durch markergestützte Selektion
(Grafik zum Vergrößern bitte anklicken)


Elektrophorese

Das Elektropherogramm links steht beispielhaft dafür, wie anhand eines Markers auf das Zielgen selektiert werden kann:

Wie auf einem Schachbrett aufgereiht werden die Kandidaten mit je einem "Bandenpaket" auf dem Elektrophorese-Gel sichtbar gemacht.

Bei dem Kandidaten links ist nur eine Bande vorhanden - das Zielgen ist nicht vorhanden. Bei dem Kandidaten rechts sind zwei "Banden" vorhanden - das gesuchte Gen bzw. die damit verbundene Eigenschaft ist vorhanden.


Rechtshinweis

Alle Darstellungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die dargestellten Daten und Grafiken geben Erkenntnisse wieder, die im Rahmen von Landessortenversuchen, Wertprüfungsversuchen und Eigenversuchen gewonnen wurden. Trotz größter Sorgfalt können wir aus diesem Grunde insbesondere nicht garantieren, dass diese Ergebnisse unter allen Bedingungen wiederholbar sind; sie können daher nur Entscheidungshilfen für Sie darstellen.

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